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Tipps für Schmierstoffe

Lagerung

Schmierstoffe sollten möglichst frostfrei in geschlossenen Räumen bei möglichst geringen Temperaturschwankungen gelagert werden. Bei großen Temperaturdifferenzen und hoher Luftfeuchte kommt es in den Gebinden durch die „Atmung“ zur Bildung von Feuchtigkeit, denn die Verpackungen sind nicht gasdicht.

Bei lang anhaltender Sonneneinstrahlung altert das UV-Licht den Schmierstoff in Kunststoffgebinden.

Mischen von Motorenölen

Leuchtet bereits die Öl-Warnlampe auf, oder ist der Füllstand unter der MIN-Markierung des Messstabes: sofort nachfüllen. Obwohl die Hersteller-Freigabe immer verbindlich ist, gilt: alle Motorenöle sind untereinander mischbar, das Nachfüllen eines Motoröles mit niedrigerer Qualität als vorgeschrieben ist immer noch besser als mit zu wenig Öl weiterzufahren.

Im Extremfall (vollsynthetisches Öl mit mineralischem nachgefüllt) empfiehlt sich ein vorgezogener Ölwechsel, da die Gesamtleistungsfähigkeit abnimmt.

Motorenöl: Sortenauswahl

Die Viskosität, d. h. die Fließfähigkeit des Öls, angegeben in ganzen Zahlen von–bis (z. B. 10W–40/0W–30/20W–50, das W steht für Winter), ist bei modernen Fahrzeugen nicht mehr das entscheidende Kriterium. Entscheidend ist die Freigabe des Herstellers. Diese findet sich in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs, meist im hinteren Bereich unter den Stichworten „Betriebsstoffe“ oder „Sorten und Füllmengen“ sowie als Aufdruck auf den Ölgebinden.

Ihr Lieferant kann Ihnen damit direkt Ölsorte und Preis nennen. Erst danach folgen die Einstufungen nach den ACEA-Klassen (europäisches System) oder API-Klassen (amerikanisches System) für ältere Fahrzeuge (siehe auch Themen A–Z).

Motorenöl: Füllmenge

Beim Ölwechsel und beim Ölnachfüllen ist zu beachten: zuviel Öl im Motor ist ebenso gefährlich wie zuwenig! Das überschüssige Öl wird angesaugt und verbrannt. Das führt zum vorzeitigen Ausfall des Katalysators. Der richtige Ölstand ist immer knapp unterhalb der MAX-Markierung des Messstabes.

Ölverbrauch

Jeder Motor verbraucht Öl, der eine mehr, der andere weniger. Bis vor wenigen Jahren galt als Faustregel ein Ölverbrauch von bis zu einem Liter auf 1.000 Fahrkilometer noch als normal. Bei modernen Motoren haben sich die spezifischen Ölverbräuche wesentlich vermindert. Die Differenz zwischen der MAX- und der MIN-Markierung des Peilstabes beträgt in vielen Fällen nur ½ Liter.

Wird dieser Verbrauch innerhalb 1.000 Kilometern erreicht, empfiehlt sich schon eine genauere Beobachtung; sprechen Sie mit Ihrem Werkstattmeister.