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Pflicht zur Eigenüberwachung

Betreiber tragen Verantwortung für Öltanks und Ölheizungen

Ein eigener Öltank im Haus hat zweifellos viele Vorteile – und das nicht nur in Zeiten hoher Energiepreise. Sogenannte Heizölvebraucheranlagen sind daher zigtausendfach in Einfamilienhäusern, Wohnanlagen oder auch Firmen zu finden. Sie bestehen aus Komponenten zum Abfüllen und Lagern von Heizöl sowie der Feuerungsanlage. Da es sich bei Heizöl um einen wassergefährdenden Stoff handelt, sind die Anforderungen an derartige Abfüllungs- und Lageranlagen im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) geregelt.

Als Betreiber einer solchen Anlage sind Sie zu Ihrer eigenen, aber auch zur Sicherheit der Umwelt mit Pflichten hinsichtlich Einbau, Aufstellung, Instandhaltung und -setzung sowie Reinigung betraut, die in § 19i des WHG näher ausgeführt sind.

Dazu gehört die Eigenüberwachung der Anlage, insbesondere im Hinblick auf die Dichtheit der Anlage und die Funktionsfähigkeit vorhandener Sicherheitseinrichtungen wie z. B. dem Leck-Anzeigegerät bei doppelwandigen Heizölbehältern. Daher sollten Sie regelmäßig alle oberirdischen Anlagenteile wie Rohrleitungen, Tank und auch den Auffangraum per Sichtprüfung checken und die Daten Ihrer Eigenüberwachungen notieren. Regelmäßige Funktionsüberwachungen können auch per Wartungsvertrag mit einem geeigneten Fachbetrieb sicher gestellt werden.

Bei einem Volumen von mehr als 1.000 Litern dürfen Arbeiten an der Anlage ausschließlich von Fachbetrieb ausgeführt werden, die nach § 19l WHG zertifiziert sind. Darüber hinaus sind, abhängig vom Lagervolumen und dem Standort der Anlage, einmalige und/oder wiederkehrende Prüfungen durch Sachverständige vorgeschrieben. Die Prüfpflichten werden im Einzelnen in den „Verordnungen über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe“ (VAwS) der einzelnen Bundesländer geregelt.

Für Bayern gilt eine Prüfpflicht für alle unterirdischen Behälter (ganz oder teilweise im Erdreich eingebettet) unabhängig vom Volumen sowie für oberirdische Behälter ab 10.000 Liter. Dazu gehören auch Tanks, die unter der Geländeoberfläche im Keller aufgestellt sind.

Gesonderte Prüfpflichten bestehen, wenn sich die Heizölverbraucheranlage in einer Wasserschutzzone oder einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet befindet. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Umweltamt.